Kunst
Formen, Materialien und Bedeutung – meine Arbeiten zwischen Handwerk, Symbolik und Abstraktion.
Gebrauch vor Dekoration
Ich mache keine Figuren, keine Skulpturen. Meine Arbeiten sind symbolisch oder abstrakt. Warum? Weil ich nicht herstelle, was die Schrift verurteilt. Stattdessen: technische Gegenstände. Ein Kompass zum Beispiel. Für mich ist er nicht einfach Metall. Er muss schön sein – auch wenn er fallen darf, ohne zu zerbrechen. Funktion und Bedeutung gehören zusammen. Das ist mein Ansatz.
Der Raum im Blatt
Ein Blatt Papier ist für mich kein bloßer Textträger. Es ist ein Möglichkeitsraum. Was ich schreibe, bildet Dinge, die keiner sieht. Der Raum wird statisch – und ich kann ihn verbinden, beziehen, in ein System einweben. Alles hängt zusammen. Das zu erkennen, ist für mich Kunst.
Stein und Holz
Ich liebe den Stein mehr als das Holz. Ein falscher Schlag, und der Stein reißt – die Arbeit ist hin, unwiederbringlich. Das lehrt Geduld, Achtsamkeit, leises Arbeiten. Holz verzeiht. Stein nicht. Ich habe einen Grabstein gemacht. Eine wunderbare Arbeit.
Schreiben als Kunst
Schreiben hält fest, was bleibt. In mehreren Sprachen zu schreiben und zu denken, durchwebt alles. Der Begriff „Kunst" verliert da seine Grenzen. Was übrig bleibt: eine riesige Schöpfung, die nur ein Künstler machen kann, der alles kann.
Der Ursprung
Kunst kommt für mich von Gott. Nicht weil ich fromm bin, sondern weil ich sehe: Er kann alles. Aus Können und Wissen – verstehen und dann machen. Das ist einfach. Was ich beruflich sein will, wusste ich nie. Ich liebe die Kunst und das Machen. In der Einsamkeit lernt man es, aus dem Herzen der Kunst.
— Dominik R. P. Linden, Lanzarote